Dokumentarfilm: Der allerlängste Weg (the longest run) – von Marianna Economou, Donnerstag, 19.01.17, 18:15 (Saal 2)

Griechenland 2015, R: Marianna Economou, 74 Min, DCP, OmdtUT, FSK: Ab 18

Handlung:

Jasim und Alsaleh sind Flüchtlinge aus Syrien und aus dem Iran. Die beiden Minderjährigen sitzen in einem griechischen Gefängnis, wo man sie nach ihrer Verhaftung aufgrund des Verdachts auf Menschenschmuggel festhält. Regisseurin Marianna Economou begleitet die beiden während der Haft, während der Verhandlung und bei der Urteilsverkündung. Parallel dazu zeigt sie in Rückblenden, wie die Jugendlichen von Schmugglern dazu gezwungen wurden, Menschen über die griechische Grenze zu schleusen, während sie, die eigentlichen Schmuggler, zu Hause unbehelligt weiter ihrem Handwerk nachgehen. Sollten Jasim und Alsaleh für schuldig befunden werden, drohen ihnen lange Haftstrafen. Telefonate der beiden mit ihren Müttern, die in den kriegszerrissenen Heimatländern warten, akzentuieren das doppelte Eingeschlossen-Sein, dem diese Familien ausgesetzt sind. Niemand weiß, wie und wann Jasim und Alsalehs lange Flucht zuende sein wird.

Marianna Economou

lebt in Athen und ist Regisseurin und Produzentin von Dokumentarfilmen. Nach ihrem Studium der Anthropologie und des Fotojounalismus arbeitete sie zunächst im Bereich der Filmrecherche und als Fotografin in Griechenland und England. Seit 1989 produziert sie Filme und führt auch Regie.