Dokumentarfilm: Die im Feuer stehen – von Morgan Knibbe; Freitag, 20.01.2017, 18:30, Saal 2

Niederlande 2014, R: Morgan Knibbe, 74’, OmdtUT

Handlung:

Die Nacht ist tiefschwarz, das Meer stürmisch. Heftige Wellen stoßen gegen das kleine Boot, in dem sich Flüchtlinge drängen. Ein kleines Mädchen weint – es will nicht nach Europa. Plötzlich geht ein alter Mann über Bord; er versucht, die helfenden Hände zu fassen, schafft es aber nicht. Er ertrinkt. Das ist der Ausgangspunkt für Morgan Knibbes schonungslos nahegehendes, unkonventionelles und poetisches Dokumentarfilm-Debüt über die Situation der Flüchtlinge, die versuchen, mit dem Boot das Mittelmeer zu überqueren. Das gelobte Land, auf das sie hoffen, zeigt sich ihnen nicht. Und der Ertrunkene? Dessen Seele streift nachts unbemerkt durch Europas Städte, betritt dunkle Gassen und betrachtet das Leben wie ein Vogel von oben. Was er sieht, ist die dunkle Seite Europas – Menschen auf der Flucht, die voller Hoffnung kamen und nun feststecken. Von Lampedusa zu den vielen anderen Inseln und Städten, an deren Stränden Flüchtlingsboote anlanden.

https://www.youtube.com/watch?v=qk0Rlx-waJghttp://

Morgan Knibbe

schloss 2012 die Netherlands Film Academy (AHC) mit seinem Experimentalfilm A Twist in the Fabric of Space ab, der für das International Documentary Film Festival Amsterdam (IDFA) ausgewählt und mit einer Wildcard des Netherlands Film Fund prämiert wurde. Zurzeit ist er an der Entwicklung seines Langfilmdebüts Zij die het vuur voelen branden (Those Who Feel the Fire Burning), der sich um das Leben von Flüchtlingen an den Grenzen Europas dreht.