Vergiss mich nicht – von Yannis Fagras; Samstag, 23.01., 22:00 (Saal 1)

Griechenland 2014, R: Yiannis Fagras, DCP, 102 Min, OmdtU
Mit Yiannis Stankoglou, Aliki Danezi-Knutsen, Elias Moraitis u.a.

FSK: ab 18.

 

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Handlung:

Die Lethargie von New Orleans ist plötzlich verflogen, als Alex von Daphne, seiner Geliebten in Griechenland, eine Nachricht bekommt. In dem Moment, da in Alex der Wunsch stärker wird, zu ihr zurückzukehren, ergibt sich die Chance, bei einem geheimnisvollen Tauch-Job in der Beringsee viel Geld zu verdienen. Alex verspricht Daphne, zu ihr nach Griechenland zu kommen, sobald der Job erledigt ist, aber Daphne will nicht warten. Sie macht sich auf nach Alaska und trifft zu dem Zeitpunkt in Homer ein, als das kleine Schiff, auf dem Alex angeheuert hat, ausfährt. Während er mit den wenigen Seeleuten unterwegs ist, versucht Daphne, mit Hilfe eines Piloten aus Homer, zu Alex zu kommen.

„Vergiss mich nicht“ wurde im Nordpazifik, in Alaska, New Orleans und im vereisten Beringmeer gedreht. Ein nautisches Road-Movie, das eine immer wieder puristische Welt mit den sagenhaften Dimensionen von Meer und Himmel zeigt, die als ineinander übergehende Elemente die beiden Protagonisten zugleich trennen und vereinen. Der handgemachte 35-mm-Film braucht nicht viele Worte. Regisseur Yannis Fagras wusste wohl, wann man besser schweigt, stattdessen die Augen offen hält und den Dialog zwischen den menschlichen Sinnen und dem landschaftlichen Umraum nicht stört durch Geplänkel oder bunte Bilder.

www.youtube.com/watch?v=SaJVS8bjtiY

(Deutsche Untertitel mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung.)

Yannis Fagras

studierte Film-Produktion und -Theorie in New York. Sein Regiedebüt „Still Looking for Morphine“ erhielt mehrere Auszeichnungen (darunter Association of Greek Film Critics Award für den besten Film beim 42. Thessaloniki Film Festival). Der sehr erfolgreiche Film wurde mehrfach auf internationalen Filmfestivals gezeigt. „Vergiss mich nicht“ (2014) ist Yannis Fagras’ zweiter Spielfilm. Die eindrucksvollen Landschaftsimpressionen und die Realitätsnähe dieses Werks gründen sich u.a. auf Fagras’ persönliche Erfahrungen als Seefahrer. Yannis Fagras hat außerdem folgende Kurzfilme realisert: „Venus“ (1987), „Camera Obscura“ (1990), „Guts“ (1991) und „Death and the City“ (2007).