Invisible Hands – von Marina Gioti und Georges Salameh, Sonntag 20.01.2019, 17:45, Saal 2

Griechenland, Ägypten 2017, 97 Min, Englisch/Arabisch mit engl. Untertiteln, FSK: 18

Handlung:

Der amerikanisch-libanesische Underground-Renegat, Musiker und Ethnomusikologe Alan Bishop (bekannt aus den Bands „Sun City Girls“ und „Sublime Frequencies“) landet kurz nach der Revolution von 2011 in Kairo. Dort tut er sich mit drei jungen Musikern zusammen, um seine alten Lieder ins Arabische zu übertragen. Unter Bishops Mentorenschaft entwickelt sich diese außergewöhnliche Zusammenarbeit zu einer Formation, einer Band namens „The Invisible Hands“. Anhand von unaufdringlichen Dokumentaraufnahmen, Geistererscheinungen aus dem Archiv, absurden Gastauftritten und poetischen Tagebucherzählungen Bishops, in einer durch die beiden entscheidenden Wahlen markierten Periode, die Ägypten nach dem Arabischen Frühling geprägt haben, verbindet der Film in harten Schnitten die Tragikomödie der Politik und des Kunstschaffens an einer unruhigen Peripherie.

Marina Yioti & Georges Salameh

Marina Gioti, Filmemacheri,  bildende Künstlerin, aufgewachsen in Athen. Sie arbeitet an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Umwelt. Ihre Arbeiten wurden weltweit in Museen und Filmfestivals wie der Berlinale und Toronto gezeigt und ausgestellt. Sie nahm an drei Kunstbiennalen und zuletzt an der documenta 14 teil, wo sie ihren Debütfilm “The Invisible Hands” präsentierte Mit dem Kino als Kern ihrer interdisziplinären Praxis erforscht Gioti in ihren Videos, Installationen und Medienkunstwerken filmische Erzählungen, Techniken und Ästhetiken über die Medien hinweg. Sie ist besessen von Objekten und vergessenen Geschichten


Georges Salameh ist ein griechisch-libanesischer Künstler, dessen Werk überwiegend auf Linsen basiert. Er lebte im Libanon, auf Zypern, in Griechenland, Frankreich und Sizilien, studierte Kino und Kunstgeschichte an der Universität Paris 8 Saint-Denis (1991-1994) und arbeitete in griechischen und internationalen Kino- und audiovisuellen Produktionen.

Seit 1998 führt er Regie bei Kurzfilmen, Dokumentationen, Experimental-/Essayfilmen, Foto- und Videoinstallationen. Seine Arbeiten wurden in Museen, Galerien und internationalen Festivals ausgestellt.
Seit 2011 ist er Mitbegründer des Projekts Depression Era. Seit 2015 ist er Mitredakteur des Urbanautica Institute, einer Plattform für zeitgenössische Fotografie.