Aegean Rhythm. The Lyre (Die Lyra) – von Jannis Lambrou und Konstantinos Blathras; Samstag, 23.01., 13:30 (Saal 2)

Griechenland 2015, R: Jannis Lambrou & Konstantinos Blathras, 106 Min, OmEnglU

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Handlung:

Die Protagonistin dieses Dokumentarfilms ist die Lyra, das birnenförmige, dreisaitige Volksmusik-Instrument aus der Ägäis. Sie bestimmt auf Kreta oder Karpathos, in Mazedonien, Istanbul oder Pontos die Welt der Musik sehr stark mit und ist emotionales Ausdrucksmittel für viele Menschen. Jannis Lambrou und Kostas Blathras haben etliche Orte auf den ägäischen Inseln besucht, mit alten und jungen Lyraspielern gesprochen, die Rhythmen und Melodien der Ägäis aufgespürt. Die Lyra ist auf dieser Exkursion die „Exkursionsleiterin“, die auf poetische Art und Weise durch die griechische Zivilisation in Kunst und Leben führt. Aus irgendeinem unerfindlichen Grund sprechen ihre Melodien die Menschen nicht nur an einem bestimmten Ort an. Immer wieder wurde kreativ mit diesem Instrument umgegangen, die Musik abgewandelt, je nachdem, wo man sie spielte. Das macht sie so interessant. Was Lyramusik bedeutet, das beantwortet jeder einzelne Lyraspieler, und alle individuellen Spielweisen zusammen ergeben eine faszinierend vielseitige „Auskunft“ über das, was die Lyra ist.

Jannis Lambrou

(1954 – 2011) wurde auf der Insel Euböa geboren. Er studierte an der Filmschule “Evgenia Chatzikou” und anschließend an der Pariser Ecole des Haute Etudes. Jannis Lambrou realisierte vor allem Dokumentarfilme und zählte auf diesem Gebiet zu den wichtigen Regisseuren Griechenlands. Jannis Lambrou unterrichtete außerdem Theorie des Dokumentarfilms am New York College. Seine Werke wurden im Inland und international mit Preisen ausgezeichnet. “Metaxi Komiks kai allon”, seinen ersten Film, hat er 1991 gemacht. Es folgten “Aiman” (1992), “Oples” (1993), “Idromena Alonia” (1995), “Sta Ichni tou Orfea” (1997), “Akolouthontas to potami” (1997), “Kassandros” (1999), “Perasmata apo ton Paradiso” (2000), “I sinantissi” (2002), “Karnagia tis Ierissou” (2004), “Elympos to chorio ton theon” (2005), “Oi Lyrarides ton Aigaion” (2005 – 2008), “Eikonochronografima zografou ginaikos” (2007), “Iera Monopatia” (2008-2010), “I teleftaia koursa” (2010), “Rhythmoi Aigaiou” (2011).

Konstantinos Blathras

ist 1964 in Sparta (Griechenland) geboren. Er studierte Theologie an der Hochschule Athen und Filmregie an der Chatzikou-Schule. Konstantinos Blathras ist außerdem bereits als Journalist und Filmkritiker tätig gewesen. Er realisierte bisher die Kurzfilme “To Paignidi” (1992) und “Min pirovolis!” (2003) sowie “Iera Monopatia” (2007) für die Dokumentarfilm-Serie von ET3 – wobei Konstantinos Blathras auch für das Drehbuch zuständig war – und zusammen mit Jannis Lambrou den Dokumentarfilm “Rhythmoi Aigaiou” (2011) für Aegis Film.