Medeas – von Andrea Pallaoro; Freitag, 22.01., 17:30 (Saal 1)

Italien 2013, R: Andrea Pallaoro, DCP, 97 Min, OmdtU

Mit Catalina Sandino Moreno, Brian F. O’Byrne, Kevin Alejandro, Ian Nelson, Mary Mouser, Maxim Knight u.a.

FSK: ab 18

Handlung:

„Medeas“ ist das intime Porträt des Lebens einer Familie auf dem Lande und die Beziehung dieser Menschen zu einem rauen und sich wechselhaft verändernden Topos. Ennis, ein strenger, hart arbeitender Milchbauer, kämpft darum, die Kontrolle über seine Familie und die Umgebung zu behalten, während seine Frau Christina sich in sich selbst zurückzieht und sich dabei mehr und mehr von ihm und den fünf Kindern entfernt. Als die Spannungen wachsen, hat jeder mit den eigenen Sehnsüchten und Ängsten zu kämpfen. Die Situation spitzt sich zu und läuft auf einen dramatischen Konflikt hinaus, der aus dem Ungleichgewicht des Maßes an Kontrolle und Freiheit, Intimität und Entfremdung resultiert. „Medeas“ begibt sich in den vagen Bereich der häufig nicht voraus zu wissenden Grenzen menschlicher Schwächen und Stärken und beleuchtet die verzweifelte Situation, in die Menschen aus Liebe und im Ringen um ihre Selbstbestätigung geraten.

(Deutsche Untertitel mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung.)

Andrea Pallaoro

wurde 1982 in Trento (Italien) geboren. Mit siebzehn ging er nach Californien, um Film zu studieren. Masterabschluss am California Institute of the Arts. Pallaoro arbeitet als Film- und Theaterregisseur. „Wunderkammer“ (2008), Pallaoros vorletzter Film, gewann international sechs Preise. „Medeas“(2013), sein erster Spielfilm, gedreht in Californien, hat die Wahrnehmung der Entfremdung zwischen einander nahestehenden Menschen und die Auswirkungen auf deren innere Verfassung zum Thema. Andrea Pallaoro lebt derzeit in Los Angeles.