Outview Athens visits Hellas Filmbox Berlin – 3 QUEER-KURZFILME: A Box made of Wood – von Panayotis Kountouras / Fuck Freud – von Adam Karypidis / Nana – von Lara Kristen; Freitag, 22.01., 21:30 (Saal 1)

Das namhafte Queer Filmfestival aus Athen mit drei Kurzfilmen zu Gast bei Hellas Filmbox Berlin. Präsentiert werden die Filme von der Gründerin des Outview Festivals Maria „Cyber“ Katsikadakou.

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A Box made of Wood (Ein Kästchen aus Holz) – von Panayotis Kountouras

Griechenland 2014, R: Panayotis Kountouras, 20 Min, OmEnglU

Handlung:

Der eine, Konstantinos, bewegt sich frei in einem Körper, den er selbst gewählt hat. Der andere, Vassilis, kehrt zum Vaterhaus zurück, um etwas Neues anzufangen. Ein Holzkästchen bewahrt die Vergangenheit der beiden Brüder, die von der Mutter getrennt sind. Die Nachricht von einem Unglücksfall bringt alles aus dem Gleichgewicht. Das Kästchen öffnet sich. Vassilis entzieht sich der Beeinflussung durch die Mutter. Er will seinen Bruder ein zweites Mal kennenlernen.

Panayotis Kountouras

wurde in Thessaloniki geboren. Er studiert an der dortigen Aristoteles-Universität im Fachbereich Film (Fakultät der Künste). Als Regisseur realisierte er bisher die Dokumentarfilme „Heroes of the Flicks“ und „From the Courtyards to the Living Rooms“. „A Box Made of Wood“ („Das Holzkästchen“) ist sein zweiter mit einem Award ausgezeichneter Kurzfilm. Kountouras wirkte darüber hinaus bei Theaterproduktionen als Schauspieler und Regieassistent mit. Desweiteren führte er Regie bei Musikvideoclip-, TV Serien- und TV-Werbespot-Produktionen.

Fuck Freud – von Adam Karypidis

Griechenland 2012, R: Adam Karypidis, 22 Min, OmEnglU

Handlung:

Eine Frau tritt ins Leben eines altersmäßig sehr ungleichen Gay-Paars, und damit beginnt eine Geschichte, die vom Ringen um Macht, um die Vermeidung von zu viel Emotion und von Eifersucht handelt. Eine Geschichte mehrerer Positionen, Wahrheiten und deren Relativierung, mehrerer Wirklichkeiten, individueller Sichtweisen – was die Frage aufwirft, wer letztendlich Opfer und wer Täter ist.

www.youtube.com/watch?v=l8DNGtEQ5Yk

Adam Karypidis

wurde in Thessaloniki geboren. Studium am New York College. Dort wurde er von Antonis Kokkinos, Pantelis Voulgaris und Nikos Grammatikos unterrichtet. Anschließend Bachelor für Regie an der Greenwich Universität. Adam Karypidis realisierte fünf mit diversen Preisen und Auszeichnungen dotierte Kurzfilme: „179.99“ (2008), „The Comic Shop Movie“ (2009), „Elegy“ (2010), „Hunting Frogs“ (2011), „Fuck Freud“ (2013).

Nana – von Lara Kristen

Griechenland 2015, R: Lara Kristen, 40 Min, OmEnglU

Handlung:

“Nana” ist das Porträt einer siebzigjährigen transsexuellen Frau, die in Thessaloniki wohnt. Die Kombination von Erzähltem, Beobachtetem und persönlichem Archivmaterial macht den Film aus. All das ergibt das Bild einer unruhigen Vergangenheit, die Nana durchlebt hat. Zugleich macht der Film aber auch deutlich, mit welch schwieriger Alltagsrealität Transsexuelle in Griechenland konfrontiert sind.

Lara Kristen

Absolventin der Hochschule für Filmwissenschaften in Thessaloniki, nahm mit den Filmen „The Massage“ (2013) und „Nana“ (2015) am Dokumentarfilm-Festival Thessaloniki teil. „Nana“, Lara Kristens Abschlussarbeit, wurde auch auf anderen Filmfestivals in Griechenland und im Ausland gezeigt. 2013 arbeitete die Filmemacherin als Kamerafrau beim Dokumentarfilm-Projekt „Krito the Acrobat“, eine Produktion des Staatlichen Griechischen Fernsehens. 2015 realisierte Lara Kristen das Making of des Spielfilms „A mon âge je me cache encore pour fumer“ (KG Productions).

Maria „Cyber“ Katsikadakou

ist die Gründerin von „Outview“, wird es unter Maria „Cyber“ Katsikadakous Leitung zum 10. Mal veranstaltet. Durch ihren künstlerischen Erfahrungshintergrund in Fotografie, Grafik, Webdesign und Film ist es ihr möglich, ihr Werkschaffen (bei dem der Schwerpunkt auf der Beschäftigung mit lesbischem Bild- und Themenmaterial liegt) international zu präsentieren. Inhaltliche Aspekte etlicher kultureller Events (wie z.B. „Cyberdykes“), deren Anfänge bis in die frühen 1990er Jahre zurück zu verfolgen sind, brachte sie wiederum in die Auseinandersetzung in Griechenland ein, wobei es ihr Anliegen war, lesbisches Leben zu thematisieren. Maria „Cyber“ Katsikadakou ist eine der ersten lesbischen Aktivistinnen der griechischen Schwulen- und Lesbenszene in Athen. Sie war seit 1986 aktives Mitglied der griechischen Homosexuellen-Community, der Athener Gruppe für Lesben und vieler anderer LGBT-Gruppen Griechenlands. Im Jahr 2000 initiierte sie das größte griechische Lesbenportal (www.lesbian.gr), das sie bis heute betreut. Ebenfalls 2000 startete sie bei einem Athener Sender die erste und einzige wöchentliche griechische Radiosendung für Schwule und Lesben, die sie bis 2005 moderierte. Die Sendung wurde im Januar 2005 zensiert, was Maria „Cyber“ Katsikadakou 2007 zur Gründung des Internet-Radiosenders ‚Mind Radio‘ veranlasste (www.mindradio.gr). 2005 organisierte sie das „1. Schwulen- und Lesben-Pornografiekunst-Filmfestival“. Nachdem Maria „Cyber“ Katsikadakou den Diagnose-Befund „Diabetes Typ 1“ erhalten hatte, begann sie, sich vorranging für die Unterstützung von Menschen zu engagieren, die von Diabetes betroffen sind, und gründete das Portal www.glykouli.gr.