Red Zone – von Zafeiris Haitidis; Samstag, 23.01., 21:45 (Saal 2)

Griechenland 2012, R: Zafeiris Haitidis, 30 Min, OmdtU

Im Anschluss wird der Dokumentarfilm PSY von Kalliopi Legaki gezeigt (Infos weiter unten).

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Handlung:

Der Film „Red Zone“ setzt sich mit der anhaltenden Flüchtlingsproblematik in Griechenland auseinander. Die Dokumentation porträtiert vier afghanische Jugendliche, während der Weg mitvollzogen wird, den die afghanischen Flüchtlinge auf sich nehmen müssen, um den Schritt in ein anderes Leben im Westen wagen zu können. Für diese Menschen, die sich mit einer Auswanderung zugleich lebensbedrohlichen Gefahren aussetzen, ist das oftmals die letzte Chance. Und Griechenland ihr Tor nach Europa. Entkommen dem Krieg in ihrer Heimat, geraten sie direkt in den nächsten Krieg – in die „Rote Zone“ des europäischen Griechenlands.

(Deutsche Untertitel mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung.)

Zafeiris Haitidis

Zafeiris Haitidis, geboren 1974 in London, ist ein griechischer Regisseur, Filmemacher, Drehbuchautor und Produzent. Er studierte Kommunikation (Braodcasting und Film) an der Universität in Boston, USA. Derzeit lebt und arbeitet er in Athen.

Zafeiris Haitidis hat in vielen Bereichen der Filmproduktion gearbeitet – angefangen von der Realisierung von Werbefilmen und Videoclips über Dokumentationen, die Produktion von Fernsehserien und Kultursendungen bis hin zu Kurzfilm-Produktionen. Er ist Mitglied der Vereinigung griechischer Regisseure und des Griechischen Zentrums des Internationalen Theater-Instituts.

PSY – von Kalliopi Legaki

Griechenland 2014, R: Kalliopi Legaki, 67 Min, OmdtU

Handlung:

Wahnsinn bedeutet, den anderen nicht zu verstehen. Tiefe Traurigkeit und Schmerz werden in unserer Gesellschaft als etwas Extremes angesehen. „Als ich krank wurde, fühlte ich Scham und Angst.“ – „Ich wollte nicht, dass mein Sohn in eine psychiatrische Klinik gesperrt wird.“ – „Ich wollte geliebt und verstanden werden.“ Das sind Aussagen von Menschen, die psychische Extremsituationen und Zwangseinlieferungen erlebt oder miterlebt haben. Das sind offene Worte von Menschen, die nicht zögerten, uns in ihre eigene, spezielle Welt mitzunehmen. Wir begegneten ihnen innerhalb neuer Strukturen und Netzwerke, die im Bereich der psychiatrischen Behandlung in den letzten fünf Jahren geschaffen wurden, um diese Menschen wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Dort lernten sie auch, sich auf’s Neue für sich und ihre eigenen Träume stark zu machen.

(Deutsche Untertitel mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung.)

Kalliopi Legaki

studierte Philosophie und Psychologie sowie Filmregie an der Stavrakos Film School in Athen. Sie hat Kurz- und Dokumentarfilme gedreht, die auf nationalen und internationalen Festivals Preise bekamen. U.a. realisierte sie folgende Kurzfilme: „The Catastrophe“ (1991), „Games of the Heart“ (1994), „The Wheel“ (1996), „Desires on hot sand“ (1999); Dokumentarfilme: „Lovely Big Veta“ (1999), „Keratsini-Old and New Refugees“ (2002), „From Midnight to 06:00“ (2003), „Women in Sports“ (2003), „Elias Petropoulos – An underground world“ (2006), „Small steps in a big world“ (2006), „Greece through the lens of V. Papaioannou“ (2006), „Pencils, Scissors and Dreams“ (2006), „Holding a piece of chalk“ (2006), „Mimis Condos – From the moonrise to the setting of the moon“ (2007).