Sentimentalisten – von Nikos Triandafyllidis; Freitag, 22.01., 19:30 (Saal 1)

Griechenland 2014, R: Nicholas Triandafyllidis, DCP, 94 Min, OmdtU, FSK: ab 18
Mit Takis Moshos, Dimitris Lalos, Haris Fragoulis, Ilianna Mavromati, Eftyhia Giakoumi u.a.

Vor dem Spielfilm wird der Kurzfilm Nach unten von Stelios Kammitsis gezeigt (Infos weiter unten).

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Handlung :

Ein etablierter und scheinbar über jeden Verdacht erhabener Bourgeois lebt zusammen mit seiner Tochter in einer abgelegenen Luxusvilla am Meer. Bisher hat er die junge Frau von der Außenwelt ferngehalten. Er besteht auf Ergebenheit, anreden lässt er sich mit „Herr“. Hinter der Fassade seiner Leidenschaft für Kunst florieren ein blühender Schwarzmarkthandel mit Antiquitäten und illegale Kreditgeschäfte. Hermes und John, die im Dienst des „Herrn“ stehen, erledigen für ihn die so genannte Drecksarbeit. Doch irgendwann läuft es nicht mehr glatt. Die Tochter will die väterliche „Festung“ verlassen. Sobald deren Tür nach draußen sich einmal geöffnet hat, gibt es nicht mehr nur Vorlesestunden, Sonnenbaden und Klavierspiel wie bisher. Sie und Hermes beginnen eine Liebesbeziehung. Und John wird seine Hingabe an eine Prostituierte zum Verhängnis. Kaum bekommen diese „Gefühlsmenschen“ ein Stück Lebensglück zu fassen, zahlt ein jeder von ihnen dafür einen gnadenlos hohen Preis.

(Deutsche Untertitel mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung.)

Nikos Triandafyllidis

wurde am 9. September 1966 in Chicago geboren. Er studierte Soziologie und Kommunikation an der Pantio Universität Athen und danach Film an der London Film School. Tätigkeit als freier Autor (u.a. für „rock`n roll and cinema“, 1984 bis 1993) und als Radioproduzent (1988 bis 1991). Eine Sammlung seiner Gedichte mit dem Titel „On the Purpose“ wurde 1990 veröffentlicht. Im gleichen Jahr debütierte Nikos Triandafyllidis mit seinem ersten Kurzfilm als Drehbuch-Autor und Regisseur.

Nikos Triandafyllidis realisierte außerdem „Screamin‘ Jay Hawkins – Ι put a spell on me“ (2001), „Schwarze Milch“ (1999), „Tuxedomoon, no tears“ (1998), „Der Mantel“ (1997), „Radio Moskau“ (1995), „Dogs licking my heart“ (1993), „Momus, amongst women only“ (1992). „Die Sentimentalisten“ entstand 2014 als unabhängige Filmproduktion.

Nach unten (Downhill) – von Stelios Kammitsis

Zypern, 2015, R: Stelios Kammitsis, 13 Min, OmdtU

Handlung:

Auf einer Mittelmeerinsel. An einem sonnigen Septembermorgen ist sie unterwegs, die Straße führt bergab. Er sitzt in seinem alten Wagen und fährt dieselbe Strecke, hält an und nimmt sie mit. Während der Fahrt fügt sich im Gespräch ein Detail ans andere, und alles zusammen ergibt ein Bild. Jetzt ist klar, weshalb sie so aufgewühlt ist – und eines sicher: Was alles schon geschehen ist, darf niemand erfahren.

Die Geschichte einer Mutter, die mit der sich ihr offenbarenden Realität der Sexualität ihres Sohnes zurechtkommen muss. Sie, die in einer kleinen Inselgemeinde lebt, macht die ersten Schritte, um die gleichgeschlechtliche Beziehung ihres Sohnes akzeptieren zu können.

(Deutsche Untertitel mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung.)

Stelios Kammitsis

war bereits als Assistent des namhaften Regisseurs Theo Angelopoulos und später von Dimitris Papaioannou (Regisseur der Eröffnungszeremonie Olympiade 2004, Athen) tätig. Er schreibt Drehbücher für verschiedene Fernsehserien. 2010 begann er mit der Arbeit an „Jerks“, seinem ersten Spielfilm, der 2012 in Griechenland Premiere hatte und weltweit zu etlichen Filmfestivals eingeladen wurde. „Jerks“ bekam beim Chicago Greek Film Festival den „Preis für den Besten Spielfilm“ und für „Beste Regie“ und den Publikumspreis beim Cyprus International Film Festival. 2014 erhielt Stelios Kammitsis vom Nipkow-Programm und von MFI Script 2 Film ein Stipendium für die Arbeit am Drehbuch für seinen nächsten Film „THE MAN WITH THE ANSWERS“.