Wild Duck – von Yannis Sakaridis; Samstag, 23.01., 20:00 (Saal 1)

Griechenland 2013, R: Yiannis Sakaridis, DCP, 88 Min, OmdtU

Mit Alexandros Logothetis, Themis Bazakas, Yorgos Pirpassopoulos u.a.

FSK: ab 16

Vor dem Spielfilm wird der Kurzfilm „4. März“ von Dimitris Nakos gezeigt (Infos weiter unten).

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Handlung:

Dimitris, ein Nachrichtentechniker, ist bei einem Kredithai verschuldet. Er muss sein Unternehmen schließen und sich von vielem trennen. Was wird verkauft, und was sollte nie verkauft werden? Dimitris ist mit grundsätzlichen Fragen konfrontiert. Noch immer hat er Kontakt zu seinem Kumpel Nikos, der weiterhin im Telekommunikationswesen tätig ist. Beide wittern einen großen Abhörskandal und machen sich daran, diesen aufzudecken. Bei ihrer investigativen Arbeit werden sie auf eine Wohnung mit einer versteckten Spezialantenne aufmerksam. Dimitris beschäftigt zur gleichen Zeit die dramatische Situation einer Bewohnerin des großen Mehrfamilienhauses. Der Zusammenhang zwischen deren Schicksal und der monströsen Beunruhigung, die von der observierten Wohnung ausgeht, lassen ihm bald keine Ruhe mehr. Um den Kopf von allen aufwühlenden Tatsachen frei zu bekommen, beschließt Dimitris wegzufahren. Er sucht Abstand zur nervös aufgeladenen Situation, die ihn in der Stadt nicht loslässt, und kehrt für eine Unterbrechung zurück in seinen Heimatort, in der Hoffnung, Klarheit gewinnen zu können, über sich selbst, über den Weg, den er einschlagen will, über Furchtsamkeit oder Courage.

(Deutsche Untertitel mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung.)

Yannis Sakaridis

ist 1968 in Skydra (Nordgriechenland) geboren. Mit neunzehn zog er nach London und studierte Fotografie und Kunstgeschichte am Institut für Film an der Universität von Westminster. Er war Mitglied der legendären Kooperation Londoner Filmemacher (London Film Makers Co-Op) und begann dort, seine ersten fiktionalen Kurzfilme zu drehen, wie zum Beispiel  „BUSKERS“ (1995), „SQUADDING IN HACKNEY“ (1995), „DOGKILLERS“ (1996), „MAUSOLEUM“ (2004), sowie experimentelle Kurzfilme, so z.B. „Paris“ (1993) und „DECAY“ (1996).

Außerdem arbeitete er als Cutter für sieben Spielfilm-Produktionen in Großbritannien und Griechenland, u.a. bei „SCREAMIN‘ JAY HAWKINS: I PUT A SMELL ON ME“ (Regie: Nicolas Triantafyllidis, 2001), „O VASSILIDIS“ (Regie: Nikos Grammatikos, 2002), „A WOMAN IN WINTER“ (Regie: Richard Jobson, 2006). Desweiteren war Yannis Sakaridis für den Schnitt zahlreicher Filmtrailer von Warner Bros. verantwortlich; dazu gehörten u.a. „MIDNIGHT IN THE GARDEN OF GOOD & EVIL“ (Regie: Clint Eastwoood, 1997), „THE GENERAL“ (Regie: John Boorman, 1998), „EYES WIDE SHUT“ (Regie: Stanley Kubrick, 1999) wie auch Dokumentationen für das britische Fernsehen, z.B. „VELVET GOLDMINE“ für Channel 4, „CLASH OF THE TITANS: RANGERS/CELTICS“ für BBC 2, „CARNIVAL FACES“ für National Geographic.

Nach mehr als achtzehn Jahren Arbeit in London drehte Yannis Sakaridis in Griechenland „TRUTH“, seinen ersten Kurzfilm. „TRUTH“ gewann den Ehrenpreis der Griechischen Filmakademie, den Großen Preis der Jury und den Preis „Bestes Musikvideo“ auf dem internationalen Filmfest in Drama. Der Film ist außerdem in der Kurzfilm-Auswahl des Raindance Filmfestes.

Zusammen mit der Filmkritikerin und Produzentin Venia Vergou gründete Yannis Sakaridis 2012 die gemeinnützige Filmproduktion ATHENS FILMMAKER CO-OPERATIVE. „WILD DUCK“, Yannis Sakaridis’ erster Spielfilm, hatte beim Filmfest von Toronto Weltpremiere.

4. März – von Dimitris Nakos

Griechenland 2015, R: Dimitris Nakos, DCP, 15 Min, OmdtU

Handlung:

Maria, ein junges Mädchen aus der Ukraine, kümmert sich um Frau Ourania, eine ältere Dame. Frau Ourania ist allerdings seit drei Tagen tot. Das verheimlicht Maria den Kindern von Frau Ourania, die in der Stadt leben, denn Maria fürchtet, dass sie sonst ihr Monatsgehalt nicht mehr bekommt. Nur Christos weiß von Marias Geheimnis. Der 4. März ist ihre letzte Chance.

(Deutsche Untertitel mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung.)

Dimitris Nakos

wurde 1982 in Athen geboren. Er promovierte in Filmwissenschaft und Philosophie an der Universität Athen und an der Panteion Universität. Derzeit lebt Dimitris Nakos in Athen. Er arbeitet als Regisseur und Drehbuchautor und unterrichtet Filmwissenschaft an der Panteion Universität.

Bisher realisierte er folgende Filme: “4. März” (2015), “Eviva” (2014), “Smashed out” (2013), “The Clowns” (2012), “Happy Life” (2011), “Babies are brought by a bird” (2011), “Felix Culpa” (2011), “Somewhere on the map” (2010), “The Son” (2010), “Fotini and Alexandra” (2009), “Together” (2008)