Zu Hause (Sto spiti) – von Athanassios Karanikolas; Sonntag, 24.01., 18:15 (Saal 3)

Griechenland/Deutschland 2014, R: Athanasios Karanikolas, 95 Min, OmdtU

Mit Maria Kallimani, Marisha Triantafyllidou, Alexandros Logothetis, Zoi Asimaki, Giannis Tsortekis u.a.

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Handlung:

Nadja aus Georgien arbeitet seit zwölf Jahren als Haushälterin bei einer Familie in Griechenland. Aber sie ist viel mehr als “nur” Haushälterin: Nadja ist Freundin, zweite Mutter, guter Geist des Hauses, inzwischen auch ein Familienmitglied. Eines Tages wird bei ihr eine schwere Erkrankung diagnostiziert. Die erste Katastrophe. Die zweite: Das Ehepaar kündigt ihr, da der Hausherr wegen der Wirtschaftskrise in finanzielle Bedrängnis gerät. Nadja, die Protagonistin, ist immer “die Ausländerin” geblieben, obwohl sie zwölf Jahre in einem Haushalt zuhause war, der sich schließlich doch nicht als Zuhause erweist, obwohl auch Nadja aus diesem Haushalt ein Zuhause machte. Athanasios Karanikolas nimmt sich in seinem Film der “Krise in der Krise” an, der Krise der Wertorientierungen. Für den Filmemacher ist Migration das Hauptthema des 21. Jahrhunderts. “Zuhause” hat zugleich aber auch eine persönliche Bedeutung für ihn, denn diesen Film drehte er in Griechenland – verortete sein eigenes “Zuhause” zwischen Griechenland und Deutschland, im Filmemachen.

Athanasios Karanikolas

wurde 1967 in Thessaloniki geboren. Zunächst Fotografie-Studium an der New School for Social Research. 1992 beendete er sein Fotografie-Studium an der Parsons School of Design in New York mit dem Applied Science Degree. 1996 Abschluss in Medienkunst und Video an der Kunstakademie Düsseldorf und in Film- und Fernsehregie an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg. 2007 sein erster Spielfilm, „Eli Makra – 42277 Wuppertal“. Athanasios Karanikolas arbeitet als Regisseur, Drehbuchautor, Cutter und Kameramann sowie als Dozent an verschiedenen Hochschulen und als Theaterregisseur. Bisher realisierte er „The Forest“ (2000), „S“ (2001/2002), „Mein Erlöser“ (2002/2003), „Best Worst Mistake“ (2005), „Nach Klara“ (2009/2010), „Echolot“ (2012/2013), „Sto Spiti – Zuhause“ (2013/2014).